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Das Schwert Heinrichs V. ist eine der ikonischsten Waffen des Mittelalters – ein Schwert, das den politischen Lauf Europas während des Hundertjährigen Krieges veränderte. Heinrichs Schwert ist nicht nur als die Waffe eines Königs in Erinnerung geblieben, sondern auch durch William Shakespeares gleichnamiges Drama, das mit der berühmten St.-Crispins-Tag-Rede („We few, we happy few, we band of brothers“) unsterblich wurde – Worte, die bis heute nachklingen.
Im April 2016 wurde das historische Original des Schwerts eingehend untersucht. Das Schwert, der Schild und der Helm Heinrichs V. befinden sich heute im schwach beleuchteten Untergeschoss der Westminster Abbey in London. Bei der Nachbildung legten wir größten Wert darauf, die historischen Proportionen zu bewahren – und zugleich ein voll funktionsfähiges Schwert zu schaffen, das den Anforderungen moderner Schwertstudenten gerecht wird. Das Ergebnis ist eine praktische, zugleich elegante Klinge, mit kunstvoll gefertigter Parierstange, Knauf und Vernietblock.
Unsere Vision für das Henry V-Schwert war es, eine mittelalterliche Waffe von königlicher Würde zu erschaffen – perfekt ausbalanciert, präzise und schnell, ohne übermäßige Verzierung. Die elegante Schlichtheit, das harmonische Gleichgewicht und die fließenden Linien machen es zu einer ritterlichen Waffe, wie sie nur der Elite vorbehalten war. Der berühmte Historiker Ewart Oakeshott beschrieb das Schwert als „eines der schönsten mittelalterlichen Schwerter, die ich je in der Hand hatte“.
Obwohl der historische Charakter wenig Raum für künstlerische Freiheit ließ, erweiterten wir das Design behutsam: Die tropfenförmige Parierstange wurde leicht verbreitert und mit geschwungenen Bögen versehen, während die Klinge eine flach hohlgeschliffene Diamantform erhielt. Wie viele Einhandschwerter des Hundertjährigen Krieges (1337–1453) besitzt auch Heinrichs V. Schwert klare, minimalistische Linien, die sich in Parierstange, Knauf und Klinge wiederholen und eine harmonische Symmetrie bilden.
Große Aufmerksamkeit galt der geometrischen Präzision der Klinge: tief, klar definiert und mit einem feinen Hohlschliff, um Stärke und Eleganz zu vereinen. Das Original in der Westminster Abbey besitzt keine vollständig flache Diamantform, aber auch keinen ausgeprägten Hohlschliff – unser Ziel war daher, diesen subtilen Übergang in der Replik zu bewahren.
Heinrich V. (1386–1422) führte seine Kriege in einer Zeit des Wandels, in der Plattenrüstungen immer verbreiteter wurden. Im 15. Jahrhundert wurde das Einhandschwert, insbesondere das Typ XVIII, zur bevorzugten Waffe sowohl für Ritter zu Pferde als auch für Fußkämpfer von Rang. Kürzer und steifer als frühere Klingen, war es perfekt für den Nahkampf geeignet: leicht, ausgewogen, mit einer scharf zulaufenden Spitze, ideal zum Durchdringen schwerer Rüstungen. Die Diamant-Querschnittsform verlieh der Klinge durchschlagende Stichkraft gegen Plattenpanzer und Brigantinen, während sie dennoch ihre schneidende Wirkung beibehielt.
Das Typ XVIII-Schwert war durch eine geradlinig zulaufende, vierseitige Klinge mit markanter Mittelrippe gekennzeichnet, die sowohl Hieb als auch Stoß erlaubte. Ein herausragendes Exemplar befindet sich heute in der Wallace Collection. Wie alle Schwerter dieses Typs ist auch das Henry V-Schwert ein einhändiges Ritterschwert.
Oakeshott datiert diese Form des hohlgeschliffenen Diamantblattes auf das zweite Viertel des 15. Jahrhunderts:
„Die vier Flächen der Klinge sind nicht mehr flach oder nur leicht hohl, sondern so stark ausgehöhlt, dass eine fast ebene Klinge mit einer markanten Mittelrippe entsteht … erhaltene Exemplare scheinen nicht vor 1425 zu datieren.“
– Ewart Oakeshott, The Sword in the Age of Chivalry, S. 59
In dieser Zeit veränderte sich die Klingenform, um Stoßkraft und Schneideleistung optimal zu kombinieren – eine direkte Reaktion auf den Fortschritt der Vollrüstungen. Deshalb entschieden wir uns bei unserem Entwurf für eine tiefer hohlgeschliffene Diamantklinge, steif, leicht und präzise, mit hervorragender Balance zwischen Schnitt und Stich.
Einhand-Schwerter wie das Henry V-Modell waren den Adligen vorbehalten. Dennoch fanden Varianten mit flacheren Diamantklingen auch unter Fußsoldaten Verwendung. Sie waren in den Armeen Englands, Frankreichs und Deutschlands so verbreitet, dass sie zum typischen Schwert des Ritters im 14. und 15. Jahrhundert wurden.
Das Henry V-Schwert wurde speziell für präzises, reaktionsschnelles Handling konstruiert – mit exzellenter Balance und einer angenehmen Schwerpunktlage (PoB). Es lässt sich mit einer Hand außergewöhnlich leicht führen und überzeugt sowohl erfahrene Fechter als auch Einsteiger durch seine Agilität und Kontrolle.
Heinrich V. regierte England von 1413 bis zu seinem Tod 1422 im Alter von nur 35 Jahren. In seiner kurzen Herrschaft errang er legendäre Siege im Hundertjährigen Krieg und galt als brillanter Feldherr und unerschrockener Krieger. Besonders seine Taktik in der Schlacht von Agincourt machte ihn unsterblich: Trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit und Hunger besiegten seine Truppen die französische Armee durch kluge Strategie und Disziplin.
Das Henry V-Schwert – von Oakeshott als Typ XVIII.1 klassifiziert – wurde einst über Heinrichs Grabkapelle aufgehängt, bevor es herabfiel oder eingelagert wurde. Oakeshott nannte es „das vollkommenste aller Kampfschwerter“ und „eines der schönsten mittelalterlichen Schwerter, die ich je in der Hand hatte“.
Er beschrieb es als graziös, mit einer schmal zulaufenden Spitze und einer 2 Zoll (5 cm) breiten Klinge in vierseitiger Diamantform – ein Symbol des Übergangs von reinen Hiebwaffen zu vielseitigen Hieb- und Stichschwertern. Durch seine Balance, Leichtigkeit und Stärke zählt das Henry V-Schwert zu den bestentwickelten Waffen des späten Mittelalters:
„… kein bloßes Grabbeigabestück, sondern ein prächtiges Kampfschwert, das in der Hand zum Leben erwacht.“
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Klingenmaterial: 5160 Kohlenstoffstahl
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Härtung: Dual gehärtet – HRC 60 an der Schneide, 48–50 im Kern
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Gesamtlänge: 34,5″ (ca. 87,6 cm)
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Klingenlänge: 27″ (ca. 68,6 cm)
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Klingenbreite am Ansatz: 2 1/16″ (ca. 5,2 cm)
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Grifflänge: 4,5″ (ca. 11,4 cm)
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Gewicht: 2 lb 4 oz (ca. 1,02 kg)
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Balancepunkt (PoB): 3,5″ (ca. 8,9 cm) vor der Parierstange
Bitte beachten Sie: Das Schwert wird nur mit der Scheide geliefert, der "passende Gürtel" ist nicht im Lieferumfang enthalten kann aber gegen Aufpreis bestellt werden.
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