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Der englische Prinz Edward of Woodstock, besser bekannt als „Der Schwarze Prinz von Wales“, ist Historikern, Literatur- und Theaterkennern bis heute ein Begriff – sowohl für seine ritterlichen als auch für seine gelegentlich weniger ritterlichen Taten. Obwohl er der älteste Sohn von König Edward III. war, wurde der Schwarze Prinz nie gekrönt: Er starb vor seinem Vater, und so ging die Krone an seinen Sohn Richard II. über.
Seit dem 16. Jahrhundert ist der Beiname „The Black Prince“ gebräuchlich – vermutlich abgeleitet von seiner schwarzbläulich gefärbten Rüstung, vielleicht aber auch von seinem aufbrausenden Temperament, seiner Härte im Kampf und seiner Geringschätzung gegenüber den niederen Klassen, trotz seiner ritterlichen Überzeugungen.
Die Popularität des Schwertes Edward III. nahm erheblich zu, als Mitte des 20. Jahrhunderts ein mittelalterliches Schwert entdeckt wurde, das der renommierte Waffenhistoriker Ewart Oakeshott als das Schwert des Schwarzen Prinzen identifizierte. Man vermutet, dass es Jahrhunderte zuvor aus Edwards Grab gestohlen worden war. Dieses Schwert, schlicht und zugleich elegant, wurde eines der bekanntesten Artefakte des 14. Jahrhunderts. Mit seinen klaren, präzisen Linien repräsentiert es die ästhetische Entwicklung hin zur geometrischen Reinheit – eine Verschmelzung von Schönheit und Funktion.
Mit dem Aufkommen der Vollplattenrüstungen der Ritter begannen Schmiede, längere, zweihändige Klingen zu fertigen – steif statt flexibel, mit Diamantquerschnitt, um die Spitze zu verstärken. Diese Schwerter, konzipiert, um durch die Schwachstellen der Rüstung zu stoßen, revolutionierten die Kriegführung des Spätmittelalters. Frühere Klingen, die vor allem für Hiebe konstruiert waren, konnten gegen eine Plattenrüstung kaum mehr als stumpfe Wuchtwirkung entfalten.
So entstand das Langschwert des Typs XVa – ein Schwert, das in keinem Waffenarsenal des mittelalterlichen Ritters fehlen durfte. Mit seiner steifen, hohlgeschliffenen Diamantklinge und der nadelspitzen Geometrie war es nicht nur zu mächtigen Hieben fähig, sondern vor allem zu präzisen, durchdringenden Stößen gegen gepanzerte Gegner. Das Schwert des Schwarzen Prinzen steht exemplarisch für diese technologische Entwicklung – den Wandel des Schwertes von einer reinen Hiebwaffe zu einem präzisen Stich- und Hiebinstrument.
Ab dem 14. Jahrhundert wurde das Schwert nicht nur auf dem Schlachtfeld eingesetzt, sondern zunehmend auch als bürgerliche Waffe. In Deutschland und Italien unterrichteten Fechtmeister wie Johannes Liechtenauer (spätes 14. Jh.) und Fiore dei Liberi (ca. 1340–1420) ihre Schüler in der Kunst des Schwertkampfs – sowohl für Duelle in Rüstung als auch ohne. Das Typ XVa-Langschwert gilt heute als eines der erfolgreichsten Schwertdesigns Europas – eine perfekte Synthese aus Funktionalität, Ästhetik und Statussymbol.
Bei der Entwicklung des Black Prince Sword setzten wir uns das Ziel, ein mittelalterliches Schwert von königlicher Würde zu schaffen. Das Design blieb den historischen Linien treu – minimalistisch und ausgewogen, mit Parierstange und Knauf nach historischem Vorbild. Während die Eleganz und Symmetrie der Beschläge höchste Aufmerksamkeit erhielten, lag der Fokus ebenso auf Leistung, Flexibilität und Balance der Klinge. Das Ergebnis: ein Schwert, das durch seine Agilität, Reaktionsfreude und Schlichtheit besticht – und nicht zufällig zu einem der beliebtesten Modelle unserer Schmiede geworden ist.
Im April 2016 untersuchten wir das Originalschwert im Royal Armouries Museum in Leeds, England. Da das historische Design kaum Raum für freie Interpretation ließ, konzentrierten wir uns auf die tief hohlgeschliffene Diamantklinge, speziell entwickelt, um Plattenrüstungen zu durchdringen.
Diese Klinge verleiht dem Schwert überragende Stichkraft, außergewöhnliche Balance und hohe strukturelle Stabilität. Trotz seiner Größe ist das Black Prince Sword leicht, reaktionsschnell und perfekt ausbalanciert – ein zweihändiges Schwert, das sowohl mächtige Hiebe als auch gezielte Stöße ermöglicht.
Dank seiner ausgewogenen Gewichtsverteilung (PoB) lässt sich das Schwert überraschend leicht führen – sowohl für erfahrene Fechter als auch für Einsteiger. In der Hand fühlt sich die Klinge „lebendig“ an: sie folgt jeder Bewegung mühelos, schnell und präzise.
Das Black Prince Sword ist ein authentisches, handgeschmiedetes Meisterwerk – gefertigt aus 5160 Kohlenstoffstahl, zweifach gehärtet auf HRC 60 an der Schneide und 48–50 im Kern. Mit seiner schlichten, edlen Form und seiner hervorragenden Handhabung steht es für die Vollendung der Schwertschmiedekunst am Ende des 14. Jahrhunderts.
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Klingenmaterial: 5160 Kohlenstoffstahl
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Härtung: Dual gehärtet – HRC 60 an der Schneide, 48–50 im Kern
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Beschläge: Weichstahl
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Gesamtlänge: 50″ (ca. 127 cm)
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Klingenlänge: 39″ (ca. 99 cm)
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Grifflänge: 8″ (ca. 20,3 cm)
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Klingenbreite am Ansatz: 1,75″ (ca. 4,4 cm)
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Klingenstärke: 1,48 mm
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Gewicht: 3 lb 2 oz (ca. 1,42 kg)
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Balancepunkt (PoB): 2″ (ca. 5 cm) vor der Parierstange
Bitte beachten Sie:
Das Schwert wird nur mit der Scheide geliefert, der "passende Gürtel" ist nicht im Lieferumfang enthalten kann aber gegen Aufpreis bestellt werden.
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Herstellerinformationen (GPSR)
Swords and more GmbH
Liebigstrasse 2-20
22113 Hamburg
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